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Pressemitteilung 11.05.2026
Deutsche Sepsis-Hilfe wählt neuen Vorstand und verzeichnet Verdopplung der Beratungsanfragen
Die Deutsche Sepsis-Hilfe e. V. (DSH) hat im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung Ende April in Nürnberg turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt. Damit stellen die Mitglieder die Weichen für die zukünftige Arbeit des Vereins, der sich als zentrale Anlaufstelle für Sepsis-Betroffene und ihre Angehörigen etabliert hat.
Expertise und Kontinuität: Der neue Vorstand
Der neu gewählte Vorstand wird die Kernaufgabe der Sepsis-Hilfe weiter stärken: die unmittelbare Unterstützung von Menschen in der Akutphase einer Sepsis sowie bei den Langzeitfolgen.
Der geschäftsführende Vorstand der Deutschen Sepsis-Hilfe e. V.:
- Vorstandsvorsitzende: Astrid Wendlik
- Stellvertretender Vorsitzender: Prof. Dr. Frank M. Brunkhorst
- Stellvertretende Vorsitzende: Cornelia Sichermann
- Schriftführerin: Sabrina van der Beek
- Schatzmeister: Dirk Howe
Die wiedergewählte Vorstandsvorsitzende Astrid Wendlik:
„Nach einer Sepsis ist nichts mehr wie zuvor. Betroffene kämpfen mit Verlusten, körperlichen Einschränkungen und oft auch mit fehlender sozialer Absicherung, während Angehörige an ihre emotionalen Grenzen geraten. Nicht selten zerbricht auch das soziale Umfeld am fehlenden Verständnis für die unsichtbaren Folgen dieser Erkrankung. Genau hier setzt die Deutsche Sepsis-Hilfe an: Sie berät, unterstützt und steht Betroffenen und ihren Familien in dieser schweren Zeit zur Seite.“
Wachsende Relevanz als Anlaufstelle
Die Neuaufstellung des Vorstands fällt in eine Phase deutlich gestiegener Nachfrage: Die Beratungsanfragen haben sich im Jahr 2025 auf rund 800 Fälle mehr als verdoppelt. Ein besonderes Merkmal der DSH ist das breite Spektrum der Beratung: Neben der klassischen Peer-Beratung durch Betroffene bietet der Verein Zugang zu einem interdisziplinären Expert:innen-Netzwerk mit spezialisierten Ansprechpartner:innen für medizinische Fachfragen, psychologische Krisenintervention, Intensivnachsorge sowie rechtliche Beratung im Schwerbehinderten- und Arzthaftungsrecht.
Die Sepsis-Hotline ist an 365 Tagen im Jahr erreichbar: Während der Geschäftszeiten stehen Mitarbeiter:innen der Berliner Geschäftsstelle zur Verfügung; ab 16:00 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen übernehmen ehrenamtliche Mitglieder die Beratung.
Über die Deutsche Sepsis-Hilfe e. V. (DSH):
Die DSH ist die bundesweit führende Organisation von und für Sepsis-Betroffene. Das Herzstück der Arbeit bildet die Peer-Beratung: ein Angebot, bei dem geschulte Betroffene und Angehörige ihre Erfahrungen ehrenamtlich an andere Hilfesuchende weitergeben.
Der Verein mit Sitz in Berlin betreibt eine täglich erreichbare Sepsis-Hotline und bietet Hilfe bei Fragen zur Erkennung, Vermeidung und Nachsorge von Sepsis. Die Angebote stehen allen Hilfesuchenden unabhängig von einer Mitgliedschaft zur Verfügung. Die Pressemitteilung können Sie >>hier herunterladen.
Das Foto vom neuen Vorstand können Sie >>hier herunterladen (Fotograf: Ulrich Möhl).
Pressemitteilung 05.04.2022
Deutsche Sepsis-Hilfe e.V. bietet weltweit erste Beratung in der Akutphase der Sepsis für Betroffene. Jetzt mit neuer Webseite, Onlineforum und kostenloser Sepsishotline
Berlin/Jena - Die Deutsche Sepsis-Hilfe e.V. (DSH) ist die weltweit erste Patientenorganisation für an Sepsis erkrankte Menschen, sowie deren Angehörige oder Hinterbliebene. 2007 wurde sie aus dem Kreis einer Betroffenenintiative gegründet. Nun startet die DSH eine Aufklärungskampagne, um mehr Betroffene zu erreichen und zu beraten.
Was ist eine Sepsis? Wie erkennt man die Anzeichen? Wo finde ich Hilfe? Antworten für solche und weitere Fragen bietet die Deutsche Sepsis-Hilfe eine akute Beratung an – Unterstützung in der Akutphase der Sepsis.
In der Akutphase einer Sepsis werden die meisten Patienten auf der Intensivstation behandelt. Da sie für die Beatmung in ein künstliches Koma versetzt werden müssen sind sie in der Regel nicht ansprechbar. Für Angehörige und Freunde der Patienten ist dies eine extrem herausfordernde und schwierige Situation, da der rasche Beginn einer Sepsis mit der damit einhergehenden massiven Verschlechterung sie überrascht.
Die Gespräche mit ehemaligen Sepsis-Patienten und deren Angehörigen können ein erster hilfreicher Ansatz sein, um die Akutsituation besser zu verstehen und zu verarbeiten. Darüber hinaus bietet die Deutsche Sepsis-Hilfe unter Leitung von Prof. Brunkhorst auch qualifizierte, kostenlose medizinische Beratung an. Diese umfasst sowohl intensivmedizinische und internistische als auch infektiologische Expertise.
Sepsishotline: 0700 7377 4700
„Mit unseren mehr als 350 Mitgliedern, meist Betroffene, Angehörige oder Hinterbliebene, steht ein deutschlandweites Netzwerk zur Verfügung, dass andere mit psychosozialer Begleitung unterstützt. Sepsis-Patient:innen und ihre Familien oder Freund:innen erleben oftmals einen beschwerlichen Weg zurück ins Leben. Dabei wollen wir sie unterstützen. Sie alle haben ähnliche Situationen erlebt, Anschluss gesucht und finden bei uns Hilfe“, so der stellvertretende Vorsitzende der DSH, Prof. Frank M. Brunkhorst vom Uniklinikum Jena.
Die Hotline der Deutschen Sepsis-Hilfe ist wochentags von 8 bis 21 Uhr und an Wochenenden oder Feiertagen von 9 bis 21 Uhr erreichbar. Bis 16 Uhr erreicht man unter dieser Nummer die Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Ab 16 Uhr sowie an Wochenenden oder Feiertagen, stehen für Betroffene, Angehörige und Hilfesuchende ehrenamtliche Mitglieder beratend zur Verfügung.
Webseite mit Onlineforum
Seit 31. März ist zudem die überarbeitete Webseite der Deutschen Sepsis-Hilfe mit dem integrierten Onlineforum live. Im Forum können sich Betroffene, Angehörige und Interessierte unter fachlicher Moderation über Sepsis-Themen austauschen. Beiträge können von allen User:innen verfasst werden. Die Webseite wurde hierfür entsprechend barrierefrei gestaltet. Die Umgestaltung der Webseite erfolgte im Rahmen der Kampagne „Deutschland Erkennt Sepsis“, bei der die Deutsche Sepsis-Hilfe e.V. Partner ist.
HIER können Sie sich die Pressemitteilung herunterladen.