Bericht zum 3. Regionaltreffen Mitte

Am 02. März 2019 fand in Leipzig unser drittes Regionaltreffen statt. Wir haben es wieder als offenes Treffen durchgeführt, so dass auch Mitglieder aus anderen Regionen und Nichtmitglieder daran teilgenommen haben. Diesmal waren unserer Einladung immerhin 41 Teilnehmer gefolgt.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde gab es dann drei interessante Vorträge.

  • Im ersten Vortrag erklärte uns Frau Dr. Reinhardt-Gilmour die Rechte der Patienten nach erlittener Sepsis. Beeindruckend war, wie konkret sie dabei auf das Krankheitsbild der Sepsis eingegangen ist. Zum anderen war es sehr interessant, wie sie auch die Prozessrisiken beschrieb und vor einer vorschnellen Geltendmachung von Haftungsansprüchen gewarnt hat. Selbst von den anwesenden Ärzten wurde der Vortrag mit großem Interesse verfolgt.
  • Im zweiten Vortrag berichtete Herr Dr. Sauter vom Problem der Muskel- und Nervenschwäche bei einer Sepsis. Sehr eindrucksvoll hat er dabei die bestehenden Zusammenhänge dargestellt. Für mich waren es zum Teil völlig neue Erkenntnisse zur Erklärung von bestimmten Symptomen, unter denen auch ich zu leiden habe.
  • Im dritten Vortrag habe ich weiter über meine Erfahrungen im Umgang mit kognitiven Störungen und die dabei gewonnenen Erkenntnisse und Eindrücke berichtet. Besonderes Augenmerk habe ich diesmal auf die Darstellung von Techniken gelegt, die mir bei der Kompensation meiner kognitiven Störungen sehr geholfen haben. Außerdem konnte ich den neuesten Stand unserer Fragebogenaktionen präsentieren.

Weiterhin habe ich über Aktivitäten zum Thema „Sepsis“ außerhalb der DSH berichtet und um aktive Mitwirkung auch in diesen Projekten geworben.

Die Präsentationsfolien der Vorträge stehen im internen Mitgliederbereich der Internetseite der Deutschen Sepsis-Hilfe e.V. zum Download bereit. Allerdings sind diese nicht immer selbst erklärend.

Deshalb ist es zum besseren Verständnis immer besser, wenn man sich diese Vorträge direkt anhört. Vielleicht animiert das ja den einen oder anderen, an unseren nächsten Veranstaltungen teilzunehmen.

Aus Zeitgründen fiel die anschließende Diskussionsrunde etwas kurz aus. Dafür wurden aber vorher die etwas länger ausgefallenen Pausen zur Beantwortung von individuellen Fragen und für den Erfahrungsaustausch zwischen Betroffenen, Angehörigen und Vortragenden intensiv genutzt.

Es war also insgesamt eine Veranstaltung auf sehr hohem Niveau, wo uns viel Wissen vermittelt wurde. Als Ergebnis beschlossen wir wieder, uns noch mehr für die Verbreitung der Kenntnisse über die Sepsis einzusetzen. Dazu nahm z.B. jeder Teilnehmer Informationshefte mit, welche die SEPSIS-Hilfe bereitgestellt hatte, um sie dann bei seinem Hausarzt, anderen behandelnden Ärzten und Therapeuten, oder aber auch im Freundes- und Bekanntenkreis zu platzieren.

Alle Teilnehmer haben abschließend zum Ausdruck gebracht, dass es eine sehr gelungene und interessante Veranstaltung war und sie den weiteren Austausch gern fortführen möchten. An dieser Stelle konnte ich auch schon die Termine und die Themen für die nächsten Treffen präsentieren:

  • Am 20. Juli 2019 in der Bavaria-Klinik in Kreischa (bei Dresden) – „Mögliche REHA-Maßnahmen nach einer Sepsis"
  • Am 16. November 2019 in Leipzig - Frau Dr. Thöne-Otto (Uni-Klinik Leipzig) – Behandlungsmöglichkeiten von kognitiven Störungen“

Auch diese Treffen werden wir wieder als offene Treffen durchführen, um möglichst vielen Betroffenen die Möglichkeit zu geben, wichtige Informationen zu erhalten. Die Einladungen dazu werde ich rechtzeitig verschicken. Da die Resonanz zu beiden geplanten Veranstaltungen bereits jetzt sehr groß war, empfehle ich eine zeitige Anmeldung.

Ich denke es war eine Veranstaltung, aus der jeder für sich wieder etwas mitnehmen konnte.

Herzlichen Dank an dieser Stelle nochmals an alle Teilnehmer für die aktive Mitwirkung bei diesem Treffen. Es ist für mich immer wieder absolut faszinierend, wie viel positive Energie von dieser Gruppe ausgeht. Ich selbst habe viel dazu gelernt. Vielen Dank dafür.

Frank Köhler