Rita Hofheinz, München

Aus meinem beruflichen Hintergrund kann man leicht ableiten, dass das Krankheitsbild „Sepsis“ ein allgegenwärtiges Thema in meinem Berufsalltag ist. Dennoch kam ich zur Deutschen Sepsis-Hilfe e. V. erst über einen Kongress im Jahr 2006 in Hamburg, auf dem u. a. die Problematik der Angehörigen von Sepsispatienten thematisiert wurde.

Zu diesem Zeitpunkt war ich nämlich selbst als Angehörige „betroffen“. Nicht zuletzt war das überaus beeindruckende Engagement von Herrn Prof. Dr. Brunkhorst ausschlaggebend dafür, mich noch intensiver mit dieser Thematik auseinander zu setzen, den Kongressen regelmäßig beizuwohnen und schließlich selbst einen Sepsiskongress in München zu organisieren.

In meiner beruflichen Funktion als Leitung der Fachweiterbildung für „Intensivpflege und Anästhesie“ liegt es mir sehr am Herzen, den Mitarbeitern der Intensivstationen die Situation der betroffenen Angehörigen transparent zu machen, aber auch die spezifischen Eigenheiten des Krankheitsbildes „Sepsis“ und die schweren Dauerfolgen, sowie die Rehabilitationsprognose nahe zu bringen.

Auf diese Weise und aus meiner persönlichen Erfahrung erhoffe ich mir, größtmögliches Verständnis für die Problematik der Pflegenden auf der Intensivstation und - auf der anderen Seite – für die Erwartungen der Angehörigen zu schaffen.

Ich schätze die Deutsche Sepsis-Hilfe e.V. als ein effektives und fachlich fundiertes Forum zur Aufklärung der Öffentlichkeit über dieses schwere Krankheitsbild.

Ihre Rita Hofheinz

Foto: privat