Liebe Interessenten, seit Beginn an leite ich die Deutsche Sepsis-Hilfe e.V. (DSH) und bin stolz auf das bisher Erreichte! Meinen ausführlicheren Erlebnisbericht können Sie hier nachlesen.

Die eigene Sepsis

Nach einer langen und schweren Tumor-OP im Mund 2003 entwickelte ich auf der Intensivstation eine starke entzündliche Reaktion mit hohem Fieber, schweren Kreislaufproblemen, Atemnot und Bewusstlosigkeit. Ich wurde nach dem 7-wöchigen Koma stundenweise aufgerichtet, doch ich konnte weder laufen noch stehen - das musste ich alles erst wieder lernen. In der Anschlussheilbehandlung bekam ich auch psychologische Betreuung, denn ich war in dieser Zeit sehr depressiv. Nun bin ich wieder zur völligen Gesundheit zurückgekehrt und habe einen kompletten Wandel erlebt: Ca. 70 kg Übergewicht verlor ich, habe kein Diabetes mehr, ich trinke & rauche auch nicht mehr. Auch meine Ernährung habe ich komplett umgestellt und bin sogar Veganer geworden. Ich bin überzeugt, dass mir der liebe Gott ein neues, zweites Leben geschenkt hat!

Der Weg zur DSH

Am eigenen Leibe habe ich erfahren, dass man als Erkrankter weder Informationen, noch Anlaufstellen oder Kommunikationsmöglichkeiten zu anderen Betroffenen bekommt. Denn neben den physischen Folgen waren für mich vor allem die psychischen sehr schlimm. Ohne die Hilfe und Unterstützung meiner Frau würde es mir nicht so gut gehen!
Durch Zufall habe ich vom „Sepsis-Zentrum“ am Universitätsklinikum Jena gehört. Bei der Gründung der DSH aus der Betroffenen-Initiative Sepsis e.V. am 05.09.2007 wurde ich zum Vereinsvorsitzenden gewählt und bin seitdem mit dabei, um eben dem Informations-Loch mit entgegen zu wirken.

Insgesamt bin ich stolz auf das bisher Erreichte und freue mich auf Kommendes – unterstützen auch Sie uns dabei!

Ihr Hubert Grönert