Bericht zum 1. Regionaltreffen Mitte

Am 10. März 2018 fand in Brehna unser erstes Regionaltreffen statt. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten  waren wir zwischenzeitlich auf einen Anmeldungsstand von über 20 Teilnehmern gekommen. Leider mussten krankheitsbedingt doch noch einige absagen, aber immerhin waren wir letztendlich 13 Teilnehmer.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und einem Einführungsvortrag zu den Zielen und Aufgaben, die wir uns als Regionalgruppe stellen sollten, begannen wir mit dem Erfahrungsaustausch. Um auch unseren Angehörigen eine Chance zu geben ihre Gedanken auszutauschen, teilten wir die Gruppe dazu in Betroffene und Angehörige auf und diskutierten getrennt in den beiden Gruppen. Danach kamen wir wieder zusammen und gaben ein kurzes Fazit aus den Gruppen. Hauptpunkte waren dabei immer wieder, die große Unwissenheit zum Thema Sepsis überhaupt, die Bedeutung der Familie für den Weg zurück in das Leben und die Angst einer wiederkehrenden Sepsis. Überraschend für mich war einerseits, wie sehr sich alle Betroffenen selbst schon wissend gemacht haben und andererseits, dass ausnahmslos alle Betroffenen über kognitive Probleme berichteten, die zum großen Teil von ihren Ärzten und Therapeuten nicht erkannt und behandelt wurden. Dabei berichteten alle Betroffenen insbesondere über erhebliche Belastbarkeitseinschränkungen und über stark verminderte Konzentrationsfähigkeit. Es wurde angeregt, uns hier stärker an stattfindenden Studien zu beteiligen.

Im Kreis der Angehörigen wurde der Umgang mit der neuen Situation in der Familie und Möglichkeiten zur Aufarbeitung der eigenen Erfahrungen, wie zum Beispiel die Schreibtherapie „zwei leben“ besprochen.

Als Ergebnis beschlossen wir, uns noch mehr für die Verbreitung der Kenntnisse über die Sepsis einzusetzen. Dazu nahm z.B. jeder Teilnehmer  Informationshefte mit, welche die SEPSIS-Hilfe bereitgestellt hatte, um sie dann bei seinem Hausarzt oder anderen behandelnden Ärzten und Therapeuten zu platzieren.

Alle Teilnehmer haben abschließend zum Ausdruck gebracht, dass es eine sehr gelungene und interessante Veranstaltung war und sie den weiteren Austausch gern fortführen möchten. Dem folgend verständigten wir uns über die Fortführung der Regionaltreffen. Wir wollen diese künftig halbjährlich an wechselnden Orten durchführen. Als Vorschlag für das nächste Treffen wurde der September 2018 und als Ort Wörlitz zum Ansatz gebracht.

Ich denke es war eine Veranstaltung, aus der jeder für sich wieder etwas mitnehmen konnte. Herzlichen Dank an dieser Stelle nochmals an alle Teilnehmer für die aktive Mitwirkung bei diesem Treffen. Es war für mich absolut faszinierend, wie viel positive Energie von dieser Gruppe ausging. Ich selbst habe viel dazu gelernt. Vielen Dank dafür.

Frank Köhler