Frank Köhler

 

 

Mein Name ist Frank Köhler. Ich bin 59 Jahre alt, verheiratet und habe 2 erwachsene Kinder.
Bis zu meiner Erkrankung war ich selbständig und hatte eine Firma mit 20 Mitarbeitern. Leider musste ich, nach meiner Erkrankung und dem damit verbundenen sehr langen Ausfall, meine Firma inzwischen aufgeben. Ich selbst habe großes Glück gehabt, mir ist 2014 nach einer Sepsis ein zweites Leben geschenkt worden. Nach ca. 2 Jahren hat man bei mir kognitive Störungen als Spätfolgen der Sepsis diagnostiziert und ich hatte das Glück, dass diese auch in der kognitiven Neurologie der Uni-Klinik Leipzig behandelt wurden.

Während meiner Behandlung in der kognitiven Neurologie, erfuhr ich von der Existenz der Deutschen Sepsis-Hilfe. Da ich feststellen musste, dass sehr viele Ärzte und Therapeuten nichts wissen über  Hirnschädigungen oder kognitive Störungen im Zusammenhang mit einer überlebten Sepsis, sehe ich hier enormen Aufklärungsbedarf.

Es muss mehr darüber berichtet werden, um so zu mehr Wissen  und Hilfe zu kommen. Dieses Wissen kann erst einmal nur von uns Betroffenen kommen. Niemand anderes als wir, kann das nachempfinden, was wir durchgemacht haben oder auch als Spätfolgen immer noch durchmachen.

Worum geht es mir:

  • Mehr Wissen über die Sepsis zu erlangen und zu verbreiten, um die Sepsis schneller und zielgerichteter  behandeln zu können.
  • Helfen, dass Hirnschädigungen oder kognitive Störungen als Spätfolge einer überlebten Sepsis bekannt gemacht und besser behandelt werden.
  • Durch regelmäßigen Austausch von Erfahrungen und Empfindungen sich gegenseitig im Kreise von Betroffenen und Angehörigen zu helfen.

Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele Betroffene und Angehörige zu mir Kontakt aufnehmen (mitte@sepsis-hilfe.org) und in einen gedanklichen Austausch eintreten würden. Wir könnten dann darüber entscheiden, auf welchem Niveau man diese Arbeit fortsetzt.