Mein Name ist Alex Gladow, ich bin verheiratet und Mutter von 5 tollen Kindern. Im Jahr 2016 erkrankte ich nach einer ambulanten OP an einer Sepsis und habe überlebt. Die Vorboten hatte ich möglicherweise schon über Monate vorher. Wo genau der Ursprung lag, wurde nicht geklärt. Auch wenn zwei Tage nach Zusammenbruch und Einlieferung die Diagnose erfolgte, habe auch ich dramatische und traumatische Zeiten erlebt und die typischen Folgeerscheinungen, mit denen ich, aber auch meine Familie umzugehen lernen musste. Offensichtlich herrscht noch immer immenser Aufklärungsbedarf, auch auf Seite der Ärzteschaft. Als Sepsispatient fühlt man sich schnell allein gelassen. Das muss sich ändern – Abstriche, Schnelltests, Quarantäne, Impfungen etc…. Es gibt viel was getan werden kann, um Risiken zu minimieren und schneller reagieren zu können und es muss eine Nachsorgepflicht mit Therapien etabliert werden. Immerhin haben wir eine lebensbedrohliche Erkrankung hinter uns und keinen kleinen Schnupfen! Ich bin froh und dankbar, nach meiner Erkrankung auf die Deutsche Sepsis Hilfe e.V. aufmerksam geworden zu sein. Es war sehr wichtig, mit anderen Betroffenen in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. Aus diesem Grund gründe ich die Regionalgruppe BaWü. Ziel der Gruppe wird es sein, Treffen und Veranstaltungen zu organisieren und aufzuklären. Wer Interesse als Betroffener oder Angehöriger an solchen Treffen, einer regelmäßigen Selbsthilfegruppe (Ort: 74424 Bühlertann) und Veranstaltungen hat, wendet sich bitte an:

bawue@sepsis-hilfe.org

Bei den Treffen werde ich bei Interesse bestimmte Übungen integrieren, die unserem Körper und dem Gehirn helfen, besser zurecht zu kommen.