Psychische Belastung nach Sepsis - Behandlungsangebot "zweileben"

Häufig kommt es nach einer schweren Sepsis dazu, dass sich die Betroffenen, aber auch deren Partner durch die Erlebnisse während der Erkrankung psychisch belastet fühlen. Oftmals treten auch Monate nach der Erkrankung bei Betroffenen bzw. deren Partnern beispielsweise Schlafstörungen und Alpträume sowie eine gedrückte Stimmung auf oder es kommt zu einem ungewollten Wiedererleben der Ereignisse, z.B. durch lebhafte Erinnerungen an die Zeit auf der Intensivstation. In solchen Fällen kann eine posttraumatische Belastungsstörung vorliegen.

Heute möchten wir Sie auf das Behandlungsangebot „zwei leben“ aufmerksam machen. Dabei handelt es sich um ein kostenfreies Internet-basiertes Behandlungsangebot für Patienten, die eine intensivmedizinische Behandlung bei Sepsis erhalten haben und durch diese unter Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden. Da häufig nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch deren Partner durch das Miterlebte psychisch belastet sind, richtet sich das Angebot gezielt an Paare.

Die Teilnehmer werden von einer Psychotherapeutin persönlich dabei unterstützt, die Symptome besser zu verstehen und diese zu bewältigen. Das Behandlungsangebot ist Teil einer wissenschaftlichen Studie. Weiterführenden Informationen zum Behandlungsangebot und der zugehörigen Studie finden Sie auf www.zweileben.net und im Studienflyer (hier). Die Studienmitarbeiterinnen stehen Ihnen telefonisch (03641 / 935482) oder per E-Mail (zweileben@med.uni-jena.de) gern zur Beantwortung Ihrer Fragen und bei Interesse an einer Teilnahme zur Verfügung.

Pressemitteilung zum Behandlungsangebot "zweileben"