(Spät-)Folgen einer Sepsis

Allgemein

Psychologische Folgen

Physiologische Folgen

Die meisten Anfragen von Betroffenen erreichen uns wegen der körperlichen oder psychischen Spätfolgen. Denn nur die wenigsten überstehen die schweren Sepsisverläufe ohne "Probleme". Der sehr oft geäußerste Wunsch nach einer optimalen (Nach-)Versorgung kann nicht immer nachgekommen werden. Es beginnt bereits bei geeigneten Rehabilitationsplätzen.

Aus unseren Erfahrung möchte die Mehrzahl der Betroffenen und auch Angehörigen über das Erlebte sprechen, es verstehen und somit auch verarbeiten. Viele fühlen sich hier allein gelassen und hilflos, da kaum ein Bekannter/Verwandter Erfahrungen mit Sepsis und deren Folgen hat. Hier bietet die Deutsche Sepsis-Hilfe e.V. eine optimale Plattform. Bitte schauen Sie hier, welche Hilfen wir Ihnen bieten können!

Möchten Sie mehr (wissen)?

Gerne können Sie sich mit Fragen rund um die Sepsisfolgen an uns wenden!
Wenn Sie anderen Betroffenen und Angehörigen mitteilen möchten, was Sie erlebt haben, freuen wir uns auf Ihren Erfahrungsbericht.

Albträume, Panikattacken und Depressionen sind keine Seltenheit. Viele Symptome werden unter dem Begriff "posttraumatisches Belastungssyndrom" zusammengefaßt. Der Aufenthalt auf der Intensivstation, die Medikamente, das Koma - all das kann beim Betroffenen Spuren hinterlassen. Aber auch die Angehörigen können Folgen davon tragen.

Mit Unterstützung der Deutschen Sepsis-Hilfe e. V. wurde 2011 die Studie BASIS durchgeführt, um die psychischen Folgen der Betroffenen und Angehörigen wissenschaftlich zu dokumentieren. Das Ergebnis ist überraschend und erschreckend zugleich. Schauen Sie hier.

Gerne können Sie einen unverbindlichen Test durchführen. Sie finden ihn unter Links ("Was ist wenn ich wenn ich psychische Folgen der Sepsis habe?"). Je nach Ergebnis sollten Sie eine Therapie in Erwägung ziehen. Bei Unklarheiten melden Sie sich bitte bei uns.

Scheuen oder schämen Sie sich nicht und suchen Sie sich professionelle Hilfe!

Weitere Informationen erhalten Sie in der Geschäftsstelle. Hier werden auch Ratsuchende auf Wunsch an Betroffene vermittelt, welche ein ähnliches Schicksal erlebt haben. Die Kommunikationsebene ist somit eine ganz andere - Sie werden "verstanden". Das ist für Mitglieder eine intensiv genutzte Möglichkeit, um sich helfen zu können und gleichzeitig eine Besonderheit in unserem Verein.

Je nach Sepsis- bzw. Infektionsursache sind auch die Ausprägungen und Formen der körperlichen Folgen verschieden. Als Beispiel sein hier der Unterschied einer Transplantation bzw. Infektion einer Schnittwunde genannt.

Unter Anderen können auftreten: Gewichtsverlust, Nerven‐ und Muskelschädigungen, chronisches Nieren‐ und Leberversagen, allgemeine Leistungsminderung..

Einen kleinen Trost haben wir aber für Sie: Nerven und Muskel wachsen nach und regenerieren sich somit. Bitte vermeiden Sie jede Art von Nervengiften (Alkohol, Nikotin,...), um Ihren Körper beim Genesen zu unterstützen.